In der Nacht zum 18. Januar 1996 starben zehn Menschen bei einem Brandanschlag auf die Flüchtlingsunterkunft in der Lübecker Hafenstraße. Objektiv waren (und sind) vier Grevesmühlner Neonazis der Tat dringend verdächtig – vor Gericht gezerrt wurde hingegen der Libanese Safwan Eid, einer der 38 Menschen, die bei dem Brandanschlag verletzt wurden. Obwohl die Anklage auf fadenscheinigen bis erfundenen Informationen beruhte, benötigte es zwei Prozesse um Safwan frei zu sprechen. Die Staatsanwaltschaft gab sich alle Mühe, eindeutige Indizien gegen die tatsächlichen Neonazi-Brandstifter, wie z.B. für Brandstiftung typische Schmauchspuren und Haarversengungen, herunterzuspielen. Sie wurden nie zur Rechenschaft gezogen.