Das Verbot der Nazidemonstration durch die Hansestadt Lübeck ist auch in der zweiten Instanz vom Oberverwaltungsgericht in Schleswig aufgehoben worden. Diese juristische Niederlage der Stadt ist aber gleichzeitig eine faktische Niederlage der Nazis: Wegen der zahlreichen anderen Veranstaltungen verfügte das OVG, dass die Marschstrecke der Nazis auf gerade einmal 250 Meter reduziert wird – vom Hintereingang des Bahnhofs bis zur Hausnummer 26 im Steinrader Weg.

Auf dem kurzen Wegstück gibt es nicht einmal eine Querstraße, so dass Blockaden kaum möglich sein werden. Das Bündnis „Wir können sie stoppen“ ruft daher dazu auf, Lärminstrumente wie Trillerpfeiffen oder Vuvuzelas mitzubringen, um die Nazis akkustisch zu blockieren. Es wird damit gerechnet, dass die Polizeisperren relativ eng an den Nazis sein werden, so dass die „Sicht- und Hörweite“ hergestellt ist.

Unterdessen gibt es eine erste Reaktion der Nazis auf diese für sie äußerst frustrierende Situation. Nach der Kundgebung in Lübeck, die um 12 Uhr beginnen soll, haben sie für 15 Uhr eine weitere Demonstration im ca. 40 Kilometer entfernten Plön angemeldet. Bislang wird dafür allerdings noch nicht öffentlich mobilisiert.

Ein Treffpunkt für AntifaschistInnen in Plön ist noch nicht festgelegt. Wir empfehlen daher, zunächst zur Demonstration nach Lübeck zu fahren. Dort wird es laufend auch Informationen über die Lage in Plön geben. Eine gemeinsame Weiterfahrt nach Plön wird vorbereitet.

Treffpunkt bleibt also: 9.30 Uhr, Markt, Lübeck

Bahnanreise:

  • Hamburg, Hauptbahnhof, Reisezentrum 8:10h
  • Kiel, Hauptbahnhof, 7:30 Uhr